Was bedeuten Mediation und Coaching? Wie können Konflikte unsere menschliche Entwicklung fördern? Wie wirkt Empathie therapeutisch heilend in allen Beziehungen?

 

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 Konflikte sind lösbar. Aber nicht von Außen!


Wir können es weltweit bei allen furchtbaren kriegerischen Ereignissen sehen: je mehr sich die Auseinandersetzungen von uns persönlich ablösen und in die Außenwelt abdriften, desto schlimmer werden sie. Durch Krieg kann kein Problem gelöst werden; nichts kann erlöst werden. In all unseren persönlich-menschlichen Verhältnissen kommt es auf gut geführte Kommunikation an. Jedes kleine und große Glück, in allen sozialen Gebilden, gleich welcher Größe, also auch jede Ehe und Partnerschaft, ist immer ein labiles Gleichgewicht. Nichts ist wirklich ein für alle Mal sicher, obwohl wir Sicherheit so dringend brauchen. Klar, man kann "im Recht" sein, man kann "der Stärkere sein" (oder der Schwächere), man kann sich einreden, dass ein schwerer kalter Konflikt doch "eigentlich nicht so schlimm ist". Irgendwann ist es dann soweit. Die Eskalation bricht sich Bahn. Zuerst im eigenen Inneren und das bemerken wir oft erst hinterher, wenn viel "menschliches Porzellan zerschlagen" ist" Aber auch da ist es nie zu spät:


Letztlich können Konflikte aber nur da gelöst werden, wo sie entstehen: im Menschen, im eigenen Inneren.


Deshalb gehört zur Konfliktlösung zu lernen, Verantwortung zu übernehmen - das muss gewollt sein - aus eigener Initiative und völlig freiwillig! Zuerst für sich selbst. Verantwortung für das eigene Denken, das eigene Fühlen und den eigenen Willen. Das heißt erwachsen werden - in (fast) jedem Lebensalter. Schritt für Schritt. Ändern kann ich nur mich selbst......das braucht zunächst einfühlsame Unterstützung und die kann sehr befreiend wirken, weil ich dadurch etwas tragen lerne, was ich bisher nicht ertragen konnte. Gute Kommunikation, ein gutes Gespräch geht niemals ohne Einfühlung. Für sich selbst und für den Gesprächspartner. Je mehr Partner zusammenwirken, desto größer die Herausforderung, desto größer der Schulungsbedarf für echte Empathie. Und Empathie ist viel mehr als Sympathie. Sympathie kann da sein und plötzlich verschwinden. Empathie ist nichts spontanes, sondern eine erlernbare innere Tätigkeit - sie kann, zusammen mit der Wirksamkeit des Gewissens, Orientierung und innere Führung erzeugen!


Die eigenen Gefühle, auf der seelischen Grundlage von Sympathie und Antipathie, spielen bei Streit und Konflikten zunächst eine Schlüsselrolle. Gerade schmerzhafte Gefühle, die wir los werden wollen, weil wir doch eigentlich vom anderen Verständnis brauchen, solche seelischen Schmerzen sind schwer alleine zu tragen. Deshalb "argumentieren wir sie gerne weg". Wir wissen sehr genau, "wer schuld ist". Solche Gefühle, solche Situationen brauchen Verständnis durch Einfühlung, Empathie. Je mehr es seelisch weh tut oder je mehr wir gelernt haben diese Schmerzen "auszumerzen", also zu unterdrücken, desto mehr brauchen wir an dieser Stelle Empathie. Aktive Einfühlung. So lernen wir uns selbst neu kennen. Dieser Perspektivwechsel zu uns selbst macht Entwicklung möglich. Konfliktlösung beginnt in mir selbst - und wie durch ein Wunder ändert sich dann "der Kontrahent"......weil ich ihn nicht mehr ändern will, sondern neu sehen lerne. Und menschlich gesehen werden, braucht jeder Mensch existenziell. Wir brauchen es, verstanden zu werden. Verstanden werden und verstehen können ist ein existenzielles menschliches Bedürfnis. Gerade im Konflikt.



Mediation geht also nicht von "Außen". Konflikte lassen sich nicht "weg organisieren".



Deshalb setzt unsere Mediationsarbeit nicht in erster Linie "am Sachverhalt" an, so wichtig Sachverhalte sind, so sind sie oft nur der Auslöser des Konfliktes, zum viel größeren Teil findet Streitschlichtung bei uns durch aktive Einfühlung statt. Beim einzelnen Menschen. Wir helfen den beteiligten Personen, sich selbst neu zu fühlen, damit sie die Sache neu sehen können. Dann lösen sie Ihre Probleme selbst, weil sich jetzt die eigenen inneren Haltungen ändern können. Auch komplexe Sachverhalte brauchen eine friedvolle innere Basis zu Klärung, was nicht heißt, das es nicht genügend soziale Konfigurationen gibt, die zu Krieg  geradezu führen müssen, weil sie so stark am Menschen vorbei gehen. Auch in kleinen Verhältnissen. Wir müssen aber für die Innenseite  dessen, was soziale Konstrukte bei uns auslösen, wach werden.  Bei uns selbst und beim anderen. Dadurch entstehen oft ganz neue tragfähige Beziehungen, auch bei Menschen, die sich schon lange kennen und einen sozialen "Nullpunkt" erreicht haben. Dann werden auch schwerwiegende sachliche Änderungen in der Struktur des Zusammenlebens möglich.


Dazu laden wir Sie ganz herzlich ein! Wir arbeiten in Überlingen am Bodensee. Je nach Situation und Aufgabenstellung können wir auch gerne zu Ihnen nach Hause bzw. in Ihre Einrichtung/Firma kommen!
Wir freuen uns auf eine Begegnung mit Ihnen, auch wenn es richtig schwierig sein sollte.....wir können uns aber auch vorbeugend zusammen setzen, wenn Sie in einem geschützten „neuen Gesprächsraum“ ihre eigene Situation anschauen wollen.....lange bevor es richtig schwierig wird..... denn Sie können dann das „richtig Schwierige“ bei sich lassen und verarbeiten, bevor es mit anderen „richtig schwierig“ wird und immer neue kleine "Kriegsschauplätze" entstehen.....! Dabei unterstützen wir Sie gerne!